Mach mal Halblang

Licht und Gute Laune gegen den Winterblues

Der Winter ist in den letzten Zügen, draußen ist alles nass und grau und wenn ich mich in meinem Umfeld umhöre, dann ist die Stimmung bei allen eher so semi. Auf die Frage wie es läuft, habe ich neulich „zähflüssig“ zur Antwort bekommen. Und das trifft es doch sehr gut. Zu lang schon ist es her, dass wir die Sonne so richtig genossen haben, viel an der frischen Luft waren und uns an den bunten Farben in der Natur erfreut haben. Ja, wir brauchen alle endlich Früüüühliiing!!!

Wir können den Frühling zwar nicht herzaubern – aber wir können es uns drinnen schön machen und uns Licht und Gute Laune ins Haus holen. Und das habe ich neulich gemacht! Denn ich habe mir nämlich die Lightbox von A-little-lovely-company gegönnt und direkt mal ein paar „Gute-Laune-Grafiken“ für die Lichtbox entworfen. Die Lichtbox hat nämlich ein DIN A 4-Format und die Grafiken kann man einfach auf Transparentpapier ausdrucken, das ihr im Schreibwaren- oder Bastelladen bekommt.

Ihr könnt die fünf Grafiken als pdf herunterladen – für eure Lightbox auf Transparentpaier oder einfach für eure Wand auf Druckerpapier ausdrucken und einrahmen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Den Ausdruck „Lachen oder Tanzen“ gibt es in unserer Familie schon seit einigen Jahren und kommt immer zum Einsatz, wenn einer von uns morgens schlecht gelaunt die Küche betritt. Und ich kann euch aus eigener Erfahrung versichern, Tanzen mit Morgenmuffelgesicht ohne zu Lächeln geht einfach nicht!

Den Spruch „Leben mit Kindern ist Rock’n’Roll“ hat mein Mann neulich in einer völlig chaotischen Familiensituation gebracht. Manchmal ist es allerdings auch Hard Rock.

Heute ist mein Lieblingstag!

So ein schönes buntes Leben!

Heute bleibt die Welt mal draußen.

 

Am Liebsten hätte ich jetzt in jedem Raum eine Lightbox!

Macht es euch schön !

Eure Inga

Dieser Blogbeitrag ist verlinkt bei creadienstag und handmadeontuesday.

 

Unser neues kleines Reich

Sich als Eltern nicht selbst zu verlieren, ist manchmal gar nicht so leicht. Dass es den lieben Kleinen gut geht, es ihnen an nichts fehlt und sie sich glücklich und frei entwickeln können, ist doch unser aller Herzenswunsch. Wir achten auf ihre Ernährung, helfen ihnen in der Schule, ermöglichen ihnen allerlei Freizeitaktivitäten, bei denen sie ihre Talente entdecken und entwickeln können, haben offene Ohren für ihre Probleme, bieten ihnen wunderschön eingerichtete Kinderzimmer, in denen sie sich zurückziehen und spielen können.

Und wir? Mein Mann und ich haben bis vor kurzem in dem ungeliebtesten Raum unseres Hauses übernachtet, in dem Jahre lang aus Platzgründen die nasse Wäsche getrocknet wurde, der Wickeltisch samt Windeleimer stand und wir im 60-Euro-Materialwert-Baumarktbett geschlafen haben, das wir uns zum Studienbeginn selbst gezimmert hatten.

Lange schon sehnte ich mich nach einem schönen Rückzugsort für mich, in den ich mich verkriechen konnte, wenn ich mal halblang machen und abends mal in Ruhe etwas lesen wollte.

Jetzt endlich haben wir es getan! Naja, eigentlich war der Auszug unserer Kleinsten aus dem Elternschlafzimmer ins Zimmer der größeren Schwester der Anlass – aber nun sind wir sehr glücklich mit unserem neuen kleinen Reich!

Und mit der blass grau-grünen Wandfarbe von „Alpina-Feine Farben“, einem bequemen neuen Boxspringbett von IKEA und neuen Leuchten haben wir es uns so richtig gemütlich gemacht.

Und die Anleitung für unsere coolen neuen DIY-Nachttischleuchten wollte ich euch unbedingt zeigen.

Der Metalllampenschirm und die Regalstütze sind von IKEA. Die Stütze haben wir schwarz angemalt und mit einem 8mm-Holzbohrer zusätzlich 3 Löcher für das Kabel gebohrt. Kabel, Lampenfassung und Stecker haben wir hier in Einzelteilen bestellt, damit wir das Kabel noch vor dem Zusammenbau durch die Löcher der Regalstütze stecken können. Die runden Leuchtmittel sind von NUD. Bei der Auswahl solltet ihr unbedingt Lampen mit einer geringen Wattzahl aussuchen, damit ihr ein angenehmes gedämpftes Licht bekommt. Wir haben hier auf der linken Bettseite eine Niedrigenergieleuchte mit 5 Watt verwendet, was schon ziemlich reichlich ist. Bei unserer Bakelit-Lampenfassung kann man das Licht direkt mit einem Schalter an der Fassung ein- und ausschalten, was sich wirklich als sehr praktisch erwiesen hat, da wir nun nicht mehr nachts im Dunkeln irgendwo den Schalter am Kabel suchen müssen.

Viel Spaß beim Nachbasteln und denkt dran: Macht öfter mal halblang!

Eure Inga

Dieser Blogbeitrag ist verlinkt bei creadienstag und handmadeontuesday.

Das Geschäft mit der Angst – eine Wutrede

Das-Geschaeft-mit-der-AngstHimmel, was ist nur passiert in der Schwangerschaftsbetreuung!

Nun habe ich noch gut vier Wochen bis zu meinem errechneten Entbindungstermin und heute ist für mich mal Zeit hier meine aufgestaute Luft abzulassen über die Erfahrungen, die ich während dieser, aber auch während der anderen drei Schwangerschaften gemacht habe.

Eigentlich sollte man doch gerade als Schwangere im wahrsten Sinne des Wortes ganz besonders auf sein intuitives Bauchgefühl hören. Und ich bin eigentlich ein Mensch, der ein starkes inneres Urvertrauen hat, der denkt, dass schon alles gut gehen wird.  Ich habe drei eigentlich unkomplizierte Schwangerschaften hinter mir mit drei natürlichen Geburten und drei gesunden Kindern. Aber was ich in letzter Zeit während meiner vierten Schwangerschaft erlebt habe, und die Veränderungen in der Früherkennungsdiagnostik der letzten 10 Jahre verärgert mich doch sehr!

Ich weiß noch wie ich mit meinen 25 Jahren, während meiner ersten Schwangerschaft, alles richtig machen wollte und jede der unzähligen Früherkennungsuntersuchungen habe mit mir machen lassen – auch wenn man beispielsweise anhand meines Blutes und meines Alters nur Wahrscheinlichkeitswerte für eine mögliche kindliche Behinderung ausgerechnet hat, was aus meiner heutigen Sicht schon ziemlich schräg ist. Was soll mir ein Rechenwert von 1:3000 oder 1:30 000 sagen? Aber damals habe ich die Medizin nicht hinterfragt – wollte mich sicher fühlen.

Mittlerweile, nach nun fast vier Schwangerschaften, sehe ich die Entwicklungen jedoch viel kritischer. Was mir vor allem auffällt ist, dass sich die Medizin verändert, ja vor allem zunehmend technisiert hat. Es wird immer mehr versucht statistische Risiken für Komplikationen während der Schwangerschaft mittels teils fragwürdiger Untersuchungen auszuschließen, und man verunsichert die schwangeren Frauen dadurch mehr und mehr.

Ist die Verunsicherung der Mütter nicht ein viel größeres Gesundheitsrisiko als der medizinische Nutzen vieler Untersuchungen?

Laut der „Quarks und Co“-Sendung „Projekt Schwangerschaft“ vom 15.12.2015 beispielsweise verursacht das Ersttrimesterscreening, bei dem die kindliche Chromosomenveränderung Trisomie 21 untersucht wird, bei über 5000 von 100 000 untersuchten  Schwangeren ein falsch positives Ergebnis. Das heißt, dass sich eben über 5000 Frauen Sorgen machen, ein Kind mit Downsyndrom zu bekommen, obwohl ihre Kinder gesund seien. Von diesen Frauen ließen etwa die Hälfte eine weitere Fruchtwasseruntersuchung machen, bei denen es in 30 Fällen zu Fehlgeburten käme. Das sind schon ziemlich erschreckende Zahlen!

Auch ich gehöre mit meinen 36 Jahren nun statistisch zur Gruppe der Risikoschwangeren. Und das merke ich leider auch im Umgang mit meiner Frauenärztin. Nun habe ich eigentlich jedes Mal Angst, wenn ich wieder eine Vorsorge habe, dass etwas nicht in Ordnung ist. Die drei gesunden Kinder, die ich bereits geboren habe, spielen aus ärztlicher Sicht, so scheint es mir, dabei keine Rolle mehr. Mir wurde beispielsweise nahe gelegt, eine Feindiagnostik in der 13. Woche in der Klinik zu machen – schließlich sei ich ja schon über 35 Jahre.

Ein weiteres Mal hatte meine Frauenärztin arythmische Herztöne im Ultraschall festgestellt, was in dieser Schwangerschaftswoche bei 1/3 aller Babys normal sei, wie ich dann später im Krankenhaus erfuhr. Doch diese Diagnose hat natürlich erstmal Angst bei uns ausgelöst.

Mittlerweile ist ja sogar der Zuckertest obligatorisch, ganz unabhängig davon, ob man Anzeichen einer Schwangerschaftsdiabetes hat und Risikopatientin ist oder eben nicht. Im aktuellen Geburtsvorbereitungskurs einer Freundin wurde nun bei acht von zwölf Frauen eine Schwangerschaftsdiabetes diagnostiziert. Während meiner ersten Schwangerschaft vor zehn Jahren gab es da übrigens nur eine Frau im Kurs. Und meine Freundin erzählte mir, dass es kaum einen Geburtsvorbereitungstermin in ihrem Kurs gebe, in der die Hebamme nicht eine Stunde länger bliebe, um Tränen von verunsicherten Schwangeren zu trocknen und sie zu beruhigen. Bei der einen sei der Kopf des Kindes zu groß, bei der anderen zu klein, die Fruchtwassermenge zu hoch oder zu niedrig.

Leute, was ist hier nur los! Gebt den Schwangeren doch bitte ihr Gefühl für sich zurück!

Ihr lieben Mediziner, fragt ihr eigentlich noch eure schwangeren Patientinnen, wie sie sich fühlen oder haltet ihr allein an euren Rechenwerten fest, die ihr mit euren Ultraschallgeräten messt, um sie dann mit dem statistischen Ideal zu vergleichen!?

Wo ist der gesunde Menschenverstand in der Medizin geblieben? Wo der Mut der Mediziner Vertrauen und Erfahrung an ihre Patientinnen weiterzugeben?

Weit über 90 % aller Kinder werden schließlich gesund geboren. In Holland werden mehr als ein Viertel der Babys zuhause geboren. Doch hier in Deutschland darf man schon nicht mehr im Geburtshaus entbinden, wenn man zwei Tage über seinen errechneten Geburtstermin geht.

Ich persönlich habe es satt, ständig in Becher zu pinkeln, Blut abgenommen zu bekommen, vaginal untersucht zu werden und mich mit Ängsten über Fehlbildungen herumzuplagen, für die es mal offen heraus gesagt, meist zwar eine Diagnose aber keine Behandlungsmöglichkeit gibt. Und wenn die Entscheidung über den Abbruch der Schwangerschaft in den schlimmsten zu erwartenden Fällen eine Verantwortung mit sich bringen würde, bei der ich gar nicht weiß, ob ich diese tragen kann?

Sicher kann ich auch die Angst der Mediziner verstehen, sich rechtlich in jedem Fall abzusichern, und eben möglichst keine Fehler zu machen, die vielleicht über das Leben eines ungeborenen Kindes entscheiden. Das ist eine große Verantwortung! Sicher haben Gynäkologen nach langer Berufserfahrung auch schon einiges erlebt, das nicht so schön war.

Aber auf wen sollen wir schwangeren Frauen denn bitte vertrauen, wenn uns nicht mal der Facharzt ein zuversichtliches Gefühl mitgeben kann?

Und ich nehme es euch langsam nicht mehr ab, dass es hier nur um das Wohlergehen des ungeborenen Kindes geht. Denn, wenn man mal genauer hinsieht, dann liegt hier auch ein riesiger Markt für alle Gynäkologen mit ihren zusätzlichen Igel-Untersuchungen, für die Kliniken mit ihren geplanten Kaiserschnitten und besonders für die Pharmaindustrie mit ihren Diabetes-Test-Stäbchen, und was Schwangeren sonst noch so vorgesetzt wird. Aber die größte Schweinerei ist doch, dass man denen, die noch an einen natürlichen Umgang mit einer Schwangerschaft und Geburt glauben und ihren Schwangeren dieses Gefühl ermöglichen wollen – unseren selbstständigen Beleghebammen nämlich – durch die hohen Haftpflichtversicherungskosten ihre Berufsexistenz nahezu unmöglich macht! Was ist das nur für ein „krankes“ System!

Und manchmal denke ich über unsere Müttergeneration nach, die in den 70ern und 80ern schwanger war und eben noch ganz anders unbeschwert „in freudiger Erwartung“ sein konnte. Die nicht alle vier Wochen mit einer anderen Früherkennungsuntersuchung konfrontiert wurden.

Und Frauen können selbst bestimmt gebären. Das weiß ich, weil ich es selbst erlebt habe! Besonders die Geburt meines dritten Kindes im Geburtshaus war eine wunderschöne Erfahrung, die mir wahnsinnig viel Kraft gegeben hat und mich sehr stolz gemacht hat! Bitte gebt unseren Schwangeren ihr Urvertrauen und Gottvertrauen zurück – und bestärkt sie in ihren Fähigkeiten, die Geburt ihres Kindes meistern zu können. Eine Kaiserschnittrate in Deutschland von 32% muss nicht sein!

Also ihr lieben Mitschwangeren: Freut euch auf eure Kinder! Ihr habt ungeahnte Kräfte in euch! Vertraut euch! Ihr schafft das!

Eure Inga

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Ich würde mich freuen von euren Erfahrungen zu hören.