Leben mit Halblangen

jetztmalhalblang in der milkids

Kennt ihr eigentlich die milkids? Das Familienmagazin für Ostwestfalen Lippe?

milkids mit Blogartikel

Ich kannte solche Familienzeitschriften aus Hamburg und Köln/Bonn. Als ich das Familienmagazin hier in Lippe entdeckte, freute ich mich sehr. Darin gibt es die Veranstaltungstermine für Familien auf einen Blick, interessante Artikel, Ausflugstipps, Empfehlungen für Kinofilme und vieles mehr…..

milkids mit Blogartikel

Zuerst gucke ich immer in die milkids, wenn wir am Wochenende oder in den Ferien etwas unternehmen möchten und dort finden wir immer etwas.

Eine sehr engagierte Journalistin hat sie gegründet. Sie liegt hier in Detmold an vielen öffentlichen Punkten aus und ihr bekommt sie dort kostenfrei. Ihr findet das Familienmagazin hier in Detmold bei der Adlerwarte, bei der Apotheke am Medicum, im Freilichtmuseum, im Haus der Musik, beim Kletterpark, im Landesmuseum, im Landestheater, bei Volvo Markötter, beim Aqualip, beim Petersilchen, an der Tourist-Info am Marktplatz, im Vogelpark, im Modehaus Wiese, bei Meffert und ab dem Sommer auch in der Bücherei.

Falls ihr keinen dieser Orte erreicht oder noch tolle Ideen habt, wo man die Zeitschrift noch bekommen sollte, kommentiert einfach unter diesem Artikel. Frau Esser, der kreative Kopf hinter der milkids freut sich immer über Anregungen.

milkids mit Blogartikel

Und dann gibt es in der aktuellen Ausgabe der milkids ein besonderes Highlight…….Unser Blog jetztmalhalblang wird vorgestellt.

milkids mit Blogartikel

Viel Spaß beim Lesen.

Isa

Das Geschäft mit der Angst – eine Wutrede

Das-Geschaeft-mit-der-AngstHimmel, was ist nur passiert in der Schwangerschaftsbetreuung!

Nun habe ich noch gut vier Wochen bis zu meinem errechneten Entbindungstermin und heute ist für mich mal Zeit hier meine aufgestaute Luft abzulassen über die Erfahrungen, die ich während dieser, aber auch während der anderen drei Schwangerschaften gemacht habe.

Eigentlich sollte man doch gerade als Schwangere im wahrsten Sinne des Wortes ganz besonders auf sein intuitives Bauchgefühl hören. Und ich bin eigentlich ein Mensch, der ein starkes inneres Urvertrauen hat, der denkt, dass schon alles gut gehen wird.  Ich habe drei eigentlich unkomplizierte Schwangerschaften hinter mir mit drei natürlichen Geburten und drei gesunden Kindern. Aber was ich in letzter Zeit während meiner vierten Schwangerschaft erlebt habe, und die Veränderungen in der Früherkennungsdiagnostik der letzten 10 Jahre verärgert mich doch sehr!

Ich weiß noch wie ich mit meinen 25 Jahren, während meiner ersten Schwangerschaft, alles richtig machen wollte und jede der unzähligen Früherkennungsuntersuchungen habe mit mir machen lassen – auch wenn man beispielsweise anhand meines Blutes und meines Alters nur Wahrscheinlichkeitswerte für eine mögliche kindliche Behinderung ausgerechnet hat, was aus meiner heutigen Sicht schon ziemlich schräg ist. Was soll mir ein Rechenwert von 1:3000 oder 1:30 000 sagen? Aber damals habe ich die Medizin nicht hinterfragt – wollte mich sicher fühlen.

Mittlerweile, nach nun fast vier Schwangerschaften, sehe ich die Entwicklungen jedoch viel kritischer. Was mir vor allem auffällt ist, dass sich die Medizin verändert, ja vor allem zunehmend technisiert hat. Es wird immer mehr versucht statistische Risiken für Komplikationen während der Schwangerschaft mittels teils fragwürdiger Untersuchungen auszuschließen, und man verunsichert die schwangeren Frauen dadurch mehr und mehr.

Ist die Verunsicherung der Mütter nicht ein viel größeres Gesundheitsrisiko als der medizinische Nutzen vieler Untersuchungen?

Laut der „Quarks und Co“-Sendung „Projekt Schwangerschaft“ vom 15.12.2015 beispielsweise verursacht das Ersttrimesterscreening, bei dem die kindliche Chromosomenveränderung Trisomie 21 untersucht wird, bei über 5000 von 100 000 untersuchten  Schwangeren ein falsch positives Ergebnis. Das heißt, dass sich eben über 5000 Frauen Sorgen machen, ein Kind mit Downsyndrom zu bekommen, obwohl ihre Kinder gesund seien. Von diesen Frauen ließen etwa die Hälfte eine weitere Fruchtwasseruntersuchung machen, bei denen es in 30 Fällen zu Fehlgeburten käme. Das sind schon ziemlich erschreckende Zahlen!

Auch ich gehöre mit meinen 36 Jahren nun statistisch zur Gruppe der Risikoschwangeren. Und das merke ich leider auch im Umgang mit meiner Frauenärztin. Nun habe ich eigentlich jedes Mal Angst, wenn ich wieder eine Vorsorge habe, dass etwas nicht in Ordnung ist. Die drei gesunden Kinder, die ich bereits geboren habe, spielen aus ärztlicher Sicht, so scheint es mir, dabei keine Rolle mehr. Mir wurde beispielsweise nahe gelegt, eine Feindiagnostik in der 13. Woche in der Klinik zu machen – schließlich sei ich ja schon über 35 Jahre.

Ein weiteres Mal hatte meine Frauenärztin arythmische Herztöne im Ultraschall festgestellt, was in dieser Schwangerschaftswoche bei 1/3 aller Babys normal sei, wie ich dann später im Krankenhaus erfuhr. Doch diese Diagnose hat natürlich erstmal Angst bei uns ausgelöst.

Mittlerweile ist ja sogar der Zuckertest obligatorisch, ganz unabhängig davon, ob man Anzeichen einer Schwangerschaftsdiabetes hat und Risikopatientin ist oder eben nicht. Im aktuellen Geburtsvorbereitungskurs einer Freundin wurde nun bei acht von zwölf Frauen eine Schwangerschaftsdiabetes diagnostiziert. Während meiner ersten Schwangerschaft vor zehn Jahren gab es da übrigens nur eine Frau im Kurs. Und meine Freundin erzählte mir, dass es kaum einen Geburtsvorbereitungstermin in ihrem Kurs gebe, in der die Hebamme nicht eine Stunde länger bliebe, um Tränen von verunsicherten Schwangeren zu trocknen und sie zu beruhigen. Bei der einen sei der Kopf des Kindes zu groß, bei der anderen zu klein, die Fruchtwassermenge zu hoch oder zu niedrig.

Leute, was ist hier nur los! Gebt den Schwangeren doch bitte ihr Gefühl für sich zurück!

Ihr lieben Mediziner, fragt ihr eigentlich noch eure schwangeren Patientinnen, wie sie sich fühlen oder haltet ihr allein an euren Rechenwerten fest, die ihr mit euren Ultraschallgeräten messt, um sie dann mit dem statistischen Ideal zu vergleichen!?

Wo ist der gesunde Menschenverstand in der Medizin geblieben? Wo der Mut der Mediziner Vertrauen und Erfahrung an ihre Patientinnen weiterzugeben?

Weit über 90 % aller Kinder werden schließlich gesund geboren. In Holland werden mehr als ein Viertel der Babys zuhause geboren. Doch hier in Deutschland darf man schon nicht mehr im Geburtshaus entbinden, wenn man zwei Tage über seinen errechneten Geburtstermin geht.

Ich persönlich habe es satt, ständig in Becher zu pinkeln, Blut abgenommen zu bekommen, vaginal untersucht zu werden und mich mit Ängsten über Fehlbildungen herumzuplagen, für die es mal offen heraus gesagt, meist zwar eine Diagnose aber keine Behandlungsmöglichkeit gibt. Und wenn die Entscheidung über den Abbruch der Schwangerschaft in den schlimmsten zu erwartenden Fällen eine Verantwortung mit sich bringen würde, bei der ich gar nicht weiß, ob ich diese tragen kann?

Sicher kann ich auch die Angst der Mediziner verstehen, sich rechtlich in jedem Fall abzusichern, und eben möglichst keine Fehler zu machen, die vielleicht über das Leben eines ungeborenen Kindes entscheiden. Das ist eine große Verantwortung! Sicher haben Gynäkologen nach langer Berufserfahrung auch schon einiges erlebt, das nicht so schön war.

Aber auf wen sollen wir schwangeren Frauen denn bitte vertrauen, wenn uns nicht mal der Facharzt ein zuversichtliches Gefühl mitgeben kann?

Und ich nehme es euch langsam nicht mehr ab, dass es hier nur um das Wohlergehen des ungeborenen Kindes geht. Denn, wenn man mal genauer hinsieht, dann liegt hier auch ein riesiger Markt für alle Gynäkologen mit ihren zusätzlichen Igel-Untersuchungen, für die Kliniken mit ihren geplanten Kaiserschnitten und besonders für die Pharmaindustrie mit ihren Diabetes-Test-Stäbchen, und was Schwangeren sonst noch so vorgesetzt wird. Aber die größte Schweinerei ist doch, dass man denen, die noch an einen natürlichen Umgang mit einer Schwangerschaft und Geburt glauben und ihren Schwangeren dieses Gefühl ermöglichen wollen – unseren selbstständigen Beleghebammen nämlich – durch die hohen Haftpflichtversicherungskosten ihre Berufsexistenz nahezu unmöglich macht! Was ist das nur für ein „krankes“ System!

Und manchmal denke ich über unsere Müttergeneration nach, die in den 70ern und 80ern schwanger war und eben noch ganz anders unbeschwert „in freudiger Erwartung“ sein konnte. Die nicht alle vier Wochen mit einer anderen Früherkennungsuntersuchung konfrontiert wurden.

Und Frauen können selbst bestimmt gebären. Das weiß ich, weil ich es selbst erlebt habe! Besonders die Geburt meines dritten Kindes im Geburtshaus war eine wunderschöne Erfahrung, die mir wahnsinnig viel Kraft gegeben hat und mich sehr stolz gemacht hat! Bitte gebt unseren Schwangeren ihr Urvertrauen und Gottvertrauen zurück – und bestärkt sie in ihren Fähigkeiten, die Geburt ihres Kindes meistern zu können. Eine Kaiserschnittrate in Deutschland von 32% muss nicht sein!

Also ihr lieben Mitschwangeren: Freut euch auf eure Kinder! Ihr habt ungeahnte Kräfte in euch! Vertraut euch! Ihr schafft das!

Eure Inga

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Ich würde mich freuen von euren Erfahrungen zu hören.

Ostern 2016

Wie immer bin ich zu spät. Ich hätte euch meine gesammelten Ideen, die ich für Ostern hatte auch schon gerne mal vor Ostern gezeigt. Aber, wie immer macht das reale Leben mal eben einen Strich durch meine Planung. Dann eben für das nächste Osterfest.

Ich hoffe ihr habt die ruhigen Tage sehr genossen. An diesen Tagen, an denen wir mal Zeit haben in den Tag hinein zu leben…an diesen Tagen haben wir auch ganz viele Osterideen umsetzen können.

Ostern 2016

Wir wollten unbedingt noch Eier färben und ich hatte hier mal so wunderschöne Naturfarben gesehen. Die Mädchen entschieden sich für gelbe Eier, gefärbt mit Kurkuma. Und blaue Eier, gefärbt mit Blaubeeren.

Wir kochten 125 g Blaubeeren und 2 EL Kurkuma mit jeweils 250 ml Wasser auf mit ein wenig Salz und Essig. Dann legten wir die mit Essig abgerieben Eier hinein. Lange drin liegen lassen und die Mädchen machten noch ein paar Loom Bänder – von denen wir noch ungefähr 1 Million haben – drum herum. Das Ergebnis ist toll. Das werden wir nur noch so machen. Das sind ja viel schönere Farben, als die aus dem Supermarkt.

Ostern 2016

Am Karfreitag öffnete endlich wieder das Freilichtmuseum in Detmold und gleich am Samstag nutzen wir das bei schönstem Sonnenschein. Wir besuchten die neugeborenen Lämmer, die Kinder töpferten ein bisschen, kauften sich in der Bäckerei die leckersten Osterhasen und spielten auf dem Naturspielplatz. Ein wunderschöner Tag an einem wunderschönen Ort.

Ostern 2016

Es gibt übrigens einen neuen Rundgang für Familien und Kinder auf dem Museumsgelände. Es gibt mehrere Stationen zum Buch “ Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat“…….ganz schön gemacht. Wenn ihr mal nicht wisst, was ihr machen sollt………

Ostern 2016

 

Am Abend waren wir noch in Hiddesen auf dem Fackelzug und beim Osterfeuer. Die Kinder bekommen eine Fackel und laufen damit in einem Marsch bis zum Osterfeuer. Mit den Fackeln der Kinder wird das Osterfeuer dann entzündet. Es war ein wirklich schöner Abend. Bislang waren wir an Ostern immer unterwegs und dieses Jahr konnten wir endlich mal dorthin.

Ostern 2016

Auf dem Weg zum Freilichtmuseum sammelten die Mädchen noch Moos und andere Naturmaterialien, mit denen sie danach im Garten ein Osternest aufbauten.

Ostern 2016

Und am nächsten Tag waren die Osternester im Garten auch gefüllt……..

Ich hoffe Ihr hattet auch so schöne Ostertage, wie wir…….

Isa