Posts by Inga Gerth:

Nach jedem Regen kommt der Sonnenschein

Kennt ihr diese Sprüche eurer Eltern, die ihr in der Kindheit ständig gehört habt, und die ihr euren Kindern nie sagen wolltet? Da gibt es ganz Schlimme, wie „solange du deine Füße unter unseren Tisch stellst“ oder „ein Indianer kennt keinen Schmerz“. Das sind Sprüche, die wir unseren Kindern hoffentlich heute nicht mehr sagen würden. Einfach, weil sich die Zeiten geändert haben.

Aber da gibt es eben auch diese Sprüche, bei denen wir uns als Mütter ertappen, dass wir sie heute selbst unseren Kindern sagen. Meine Schwester hasste immer den Satz meiner Mutter „Schlafen ist die beste Medizin!“, die übrigens eine Meisterin in der Verwendung von Redewendungen ist. Heute, als zweifache Mama, findet meine Schwester aber selber, dass das durchaus richtig ist. Meine Schwiegermutter hat in ihrer Kindheit immer gehasst, wenn sie von ihrer Mutter den Satz: „Setz‘ was auf den Kopf, wenn du rausgehst!“ gehört hat. Und heute gibt es kein Kindergartenkind, dass unter ihren Fittichen auf den Spielplatz darf, bevor die Mütze nicht über die Ohren und der Schal fest umgebunden ist.

Und dann gibt es noch die ganz absurden Sprüche, von denen wir als Erwachsene zwar wissen, dass sie nicht stimmen, die uns in den jeweiligen Situationen aber immer wieder in den Kopf kommen. Mein Mann hat als Kind immer gehört, dass Mohn dumm machen würde oder dass man sterben würde, wenn man im Rapsfeld schliefe.

Nach_jedem_Regen_M1

In meiner Erinnerung gibt es jedoch auch besonders schöne Sprüche, wie den allabendlichen Spruch meiner Mutter „Schlaf gut und träum‘ was Schönes“. Wenn bei mir mal wieder alles schief lief, war für mich immer auch der Spruch: „Morgen wird auch wieder ein besserer Tag!“ sehr tröstlich. Oder eben dieser Spruch: „Nach jedem Regen kommt der Sonnenschein!“. Das sind Sprüche, die meine Kindheit mit Herzenswärme erfüllt haben und die ich meinen Kindern gern weitergebe.

Nach_jedem_Regen_M2

Jetzt habe ich für meine Kinder eine Illustration mit unserem Jetztmalhalblang-Wal gemacht, die ich über die Betten meiner Kleinen gehängt habe, und die ich euch gern als „free printable“ zum Download bereitstellen wollte.

Nach_jedem_Regen_L

Ich würde mich freuen, von den witzigen, absurden, liebevollen oder ärgerlichen Sprüchen aus eurer Kindheit zu hören! Hinterlasst hier oder auf Instagram (@gerthlein) einfach euren Kommentar, oder twittert uns (@JMHLBlog) unter dem Hashtag #spruchausderkindheit.

Eure Inga

verlinkt bei handmadeontuesday und dienstagsdinge

Von Schildkröten und Schnecken

Erinnert ihr euch noch früher an die Leute in eurer Klasse, die immer als letzte nach Unterrichtsschluss den Klassenraum verlassen haben oder die immer die Letzten in der Sportumkleide waren?

Ich gehörte definitiv zu diesen Trantüten! Ich und der gemächliche Timo, der immer so langsam gesprochen hat und nur bei der Langstrecke mit seinen langen Beinen alle abgehängt hat. Ja, es schien, dass ich im Gegensatz zu den anderen jedes Mal geradezu erstaunt darüber war, dass die Pausenglocke klingelte, während alle anderen schon längst ihre Federmappen eingepackt hatten.

Und irgendwie scheint mich dieses spezielle Schneckentempo mein ganzes Leben lang zu verfolgen – denn wie bitte schaffen es die anderen Blogger sich schon kurz nach Weihnachten Gedanken über die besten Faschingskostüme ihrer Kinder zu machen, um dann schon Anfang Januar in ihren Blogposts mit den kreativsten DIY-Anleitungen glänzen zu können?! Für mich ein absolutes Rätsel!

Ich bin in diesem Jahr, ehrlich gesagt, mal wieder spät dran. Und schaffe es erst heute, zwei Tage vor der Karnevalsparty in der Schule, euch eines meiner beiden selbst genähten Kinderkostüme zu zeigen. Gern hätte ich euch schon mal eher inspiriert!

Turtles-Kostuem

Und welch Ironie, in diesem Jahr möchte sich mein Mittlerer, der definitiv dieses Langsamkeitsgen von mir geerbt hat, als Schildkröte verkleiden. Zugegeben eigentlich will er einer der Ninja Turtles sein – was ja eher eine Kampfschildkröte ist und damit für einen Siebenjährigen ziemlich cool!

Ninja-Turtles-Kostuem

Und so habe ich es gemacht:

Für die grüne Schildkrötenhaut habe ich einfach bei H&M Jogginghose und Kapuzenjacke gekauft. So musste ich nicht umständlich etwas nähen und die Sachen können auch nach Fasching noch getragen werden.

Also brauchte ich nur noch Panzer, Maske und Schützer zu machen. In der Burda habe ich ein Schnittmuster für einen Schildkrötenpanzer gefunden, den ich gut als Vorlage nehmen konnte. Knie-, Ellenbogenschützer und Maske habe ich dann einfach selbst entworfen. Für die Stoffe habe ich Vliesstoffe verwendet, die sich sehr gut verarbeiten lassen und Ungenauigkeiten gut verzeihen. Besonders Anfängern kann ich daher empfehlen für die Kostüme Vliesstoffe zu verwenden. Außerdem sind sie angenehm zu tragen und im Verhältnis zu andernen Stoffen recht günstig!

Also bei uns darf in den nächsten Tagen dann mal ausgiebig gefeiert und gefightet werden!

Schöne, wilde und fröhliche Faschingstage!

Eure Inga

verlinkt bei creadienstag, handmadeontuesday und dienstagsdinge

Jahreswechsel – von Turbulenzen und Träumen

Was macht man als Bloggerin eigentlich, wenn es mal nicht so gut im Leben läuft?

In den letzten Wochen haben Isa und ich mehr als je zuvor gemerkt, dass es sich nicht so leicht schreibt, wenn es einem nicht so gut geht – unverfängliche Rezepte gingen grad noch!

Sowohl bei Isa als auch bei mir waren die letzten Wochen des Jahres ziemlich turbulent! Radikale Veränderungen, Unsicherheiten, Zukunftsängste, Enttäuschungen, Schmerzen, das Gefühl der Hilflosigkeit und Niedergeschlagenheit und  – ach ja, der allgemeine Alltagsvorweihnachtsstress  – haben bei uns die letzten Wochen des vergangenen Jahres bestimmt.

IMG_1247 AI2

Nun, ist dieses Jahr 2015 vergangen und ich sitze hier am Neujahrstag, nach einem entspannten Frühstück mit Freunden, der Geist von Neuanfang liegt in der Luft und ich verspüre das erwartungsvolle Gefühl, dass 2016 besser wird, dass schöne Überraschungen auf uns warten, dass sich die Wogen glätten und wir die Ruder wieder zum Positiven rumreißen werden.

Und ich habe mir natürlich, als klassische Grüblerin, Gedanken gemacht, welche guten Vorsätze ich mitnehmen möchte ins neue Jahr, welche Wünsche ich habe und was ich verändern möchte.

Und hier kommen meine Top-4-Vorsätze für 2016:

  1. Mehr Spaß mit der Familie und Freunden erleben! Als ich vor einigen Tagen bei Instagram eine „Best-of-Nine-2015“-Collage meiner Fotos zusammenstellen wollte und so mein Handy nach schönen Bildern durchsuchte, ist mir aufgefallen, dass mir doch diese Fotos direkt ins Auge gesprungen sind, die mit besonderen Emotionen verknüpft sind. Das waren dann besonders schöne Tage, die wir mit der Familie oder Freunden gemeinsam verbracht haben. Der Geburtstag eines Freundes  mit 50 Erwachsenen und ebenso vielen Kindern in einer Waldhütte mit Grillen und Lagerfeuer, der 40. Geburtstag in einer Bremer Straßenbahn, der Zooausflug mit Freunden zum Geburtstag der Kleinsten, der Festivalbesuch mit meinem Liebsten, bei dem man mal wieder Paar sein und ausgelassen feiern konnte oder das Weihnachtstreffen mit der Familie und die vielen netten Gespräche mit ihnen.
  2. Mehr Achtsamkeit leben, den Moment mehr genießen, das Positive wahrnehmen! Ich möchte mich mehr  darüber freuen wie lieb und witzig die Kinder sind, mich öfters daran erinnern, wie kurz ihre Kindheit ist, wie kostbar jeder schöne Moment mit ihnen ist, ganz nach dem schönen Spruch „Unser Alltag ist ihre Kindheit!“.
  3. Mutiger sein! Auch mal frech sein, seine Grenzen zeigen, aber auch ausloten. Sich trauen zu träumen, Neues denken, Neues auszuprobieren, Scheitern dürfen. Das alles wünsche ich mir für das nächste Jahr! Dazu gehört auch neue berufliche Wege zu gehen, mit unserem Blog weiterzumachen, Träume in die Tat umzusetzen!
  4. Mehr Zeit für mich! Schnell verliert man das Frausein als Mama im Alltagsstress. Oft sind die Anforderungen groß und es bleibt wenig Zeit für einen selbst. Und ich merke immer wieder, dass ich, sobald ich genug Zeit für mich habe, die Kreativität wieder sprießt, die Geduld und Zufriedenheit größer werden und ich Lust habe Neues auszuprobieren. Kleine, bewusst genutzte und wahrgenommenen Auszeiten wünsche ich mir in 2016!

Und nun sind wir gespannt auf eure guten Vorsätze!

Isa und ich wünschen euch allen ein wunderbares, glückliches und gesundes Jahr 2016 mit vielen unvergesslich schönen Momenten mit euren Familien und Freunden!

Genießt die kommenden Winterwochen mit Schlittschuhlaufen mit euren Kids, einer nächtlichen Schlittenfahrt im Stadtpark mit eurem Liebsten und einem heißen Punsch mit einer guten Freundin!

Eure Inga

IMG_1147 AI5

PS: Ganz lieben Dank für die schönen Bilder von der tollen Fotografin Silvia Stolzenberg!