Posts by Inga Gerth:

Vom Designzirkus und Muttertagsgeschenken

Dafür, dass unser letzter Post nun schon elf Tage her ist, haben wir wirklich eine gute Ausrede!

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Isa und ich haben nämlich am letzten Wochenende einen kleinen DIY-Bastelstand auf dem Detmolder Designzirkus betreut. Hier konnten die Kinder mit uns kleine Seifen für ihre Mamas zum Muttertag umfilzen und wir konnten den Mamas wiederum von unserem Familienblog erzählen.

Die Atmosphäre auf dem Designzirkus war wirklich schön – mit ganz viel Kreativität und vielen Ständen mit wunderschönen Dingen – und wir haben viele nette Menschen getroffen und interessante Gespräche geführt. Vielen Dank an euch alle!

Besonders habe ich mich natürlich darüber gefreut, dass meine Detmoldposter so gut angekommen sind!

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Und da wir häufig danach gefragt wurden, wie man diese Seifen umfilzt und weil viele Mamas diese Anregung gern für den nächsten Kindergeburtstag nutzen wollten, kommt hier eine kleine Anleitung.

Das braucht ihr dafür:

  • Seifen (sehr gut sind hierfür die Pflanzenölseifen von Alverde von DM, da sie einen hohen Ölanteil haben und sich daher gut filzen lassen. Außerdem riechen die beiden Sorten Lavendel und Verveine unglaublich gut!)
  • Filz im Vlies (um die Seife erstmal mit Filz einzupacken, z.B. von „Trolle und Wolle„)
  • Filz im Kammzug (für die bunten Streifen um die Seife herum, z.B. von „Trolle und Wolle“ )
  • Seifenlauge (am besten ölhaltige Seife, wie z.B. Olivenseife)
  • Filznadeln (aus dem Bastelladen)
  • Fliegennetz (aus dem Baumarkt)
  • Handtuch

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Und so geht es:

Je nachdem wie alt eure Kinder sind, nimmt man eine ganze Seife oder nur eine Halbe für die Kleinen, dann liegen sie ihnen beim Filzen besser in der Hand. Wir haben beim Designzirkus vorher geteilte Seifen verwendet.

Nun packt man die Seifen fest in Filzvlies ein und sticht mit der Filznadel so lange seitlich in die zu verbindenden Enden bis die Seife von er Filzwolle ganz umschlossen ist. Für kleinere Kinder bis ungefähr 5 Jahren sollte man dieses Trockenfilzen mit der Nadel besser schon vorbereiten, da man sich mit den  wirklich sehr spitzen Filznadeln leicht stechen kann. Größere Kinder können das schon selbst machen.

Anschließend können die bunten Kammzug-Filzstreifen je nach Geschmack in dünnen oder dickeren Streifen um die vorgefilzte Seife gewickelt werden. Ein kurzes Anstechen mit der Filznadel, um die farbigen Streifen zu fixieren, ist ebenfalls nötig.

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Nun kann man die Seife in ein Fliegengitter einwickeln und die Seifenlauge, die am besten warm ist, mit der Hand leicht über die Seife geben und dann vorsichtig, mit wenig Druck und der vollen Handfläche, beginnen die Seife zu reiben. Wenn man das einige Zeit von allen Seiten gemacht hat, bemerkt man, dass sich die einzelnen Filzschichten bereits miteinander verbunden haben. Nun kann man die Seife wie beim Händewaschen in die Hand nehmen und kräftiger reiben bis sich die Filzwolle ganz fest um die Seife gelegt hat. Jetzt schäumt die Seife selbst von innen heraus. Dieses Schmieren macht den Kindern in der Regel am meisten Spaß.

Anschließend wäscht man die Seife kurz mit klarem Wasser aus und reibt sie in einem Handtuch trocken.

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Ich habe selbst zum Muttertag am Sonntag Morgen mehrere Seifen bekommen und liebe es seitdem meine Hände zu waschen. Das funktioniert bei Kindern übrigens auch!

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Eure Inga

Das Geschäft mit der Angst – eine Wutrede

Das-Geschaeft-mit-der-AngstHimmel, was ist nur passiert in der Schwangerschaftsbetreuung!

Nun habe ich noch gut vier Wochen bis zu meinem errechneten Entbindungstermin und heute ist für mich mal Zeit hier meine aufgestaute Luft abzulassen über die Erfahrungen, die ich während dieser, aber auch während der anderen drei Schwangerschaften gemacht habe.

Eigentlich sollte man doch gerade als Schwangere im wahrsten Sinne des Wortes ganz besonders auf sein intuitives Bauchgefühl hören. Und ich bin eigentlich ein Mensch, der ein starkes inneres Urvertrauen hat, der denkt, dass schon alles gut gehen wird.  Ich habe drei eigentlich unkomplizierte Schwangerschaften hinter mir mit drei natürlichen Geburten und drei gesunden Kindern. Aber was ich in letzter Zeit während meiner vierten Schwangerschaft erlebt habe, und die Veränderungen in der Früherkennungsdiagnostik der letzten 10 Jahre verärgert mich doch sehr!

Ich weiß noch wie ich mit meinen 25 Jahren, während meiner ersten Schwangerschaft, alles richtig machen wollte und jede der unzähligen Früherkennungsuntersuchungen habe mit mir machen lassen – auch wenn man beispielsweise anhand meines Blutes und meines Alters nur Wahrscheinlichkeitswerte für eine mögliche kindliche Behinderung ausgerechnet hat, was aus meiner heutigen Sicht schon ziemlich schräg ist. Was soll mir ein Rechenwert von 1:3000 oder 1:30 000 sagen? Aber damals habe ich die Medizin nicht hinterfragt – wollte mich sicher fühlen.

Mittlerweile, nach nun fast vier Schwangerschaften, sehe ich die Entwicklungen jedoch viel kritischer. Was mir vor allem auffällt ist, dass sich die Medizin verändert, ja vor allem zunehmend technisiert hat. Es wird immer mehr versucht statistische Risiken für Komplikationen während der Schwangerschaft mittels teils fragwürdiger Untersuchungen auszuschließen, und man verunsichert die schwangeren Frauen dadurch mehr und mehr.

Ist die Verunsicherung der Mütter nicht ein viel größeres Gesundheitsrisiko als der medizinische Nutzen vieler Untersuchungen?

Laut der „Quarks und Co“-Sendung „Projekt Schwangerschaft“ vom 15.12.2015 beispielsweise verursacht das Ersttrimesterscreening, bei dem die kindliche Chromosomenveränderung Trisomie 21 untersucht wird, bei über 5000 von 100 000 untersuchten  Schwangeren ein falsch positives Ergebnis. Das heißt, dass sich eben über 5000 Frauen Sorgen machen, ein Kind mit Downsyndrom zu bekommen, obwohl ihre Kinder gesund seien. Von diesen Frauen ließen etwa die Hälfte eine weitere Fruchtwasseruntersuchung machen, bei denen es in 30 Fällen zu Fehlgeburten käme. Das sind schon ziemlich erschreckende Zahlen!

Auch ich gehöre mit meinen 36 Jahren nun statistisch zur Gruppe der Risikoschwangeren. Und das merke ich leider auch im Umgang mit meiner Frauenärztin. Nun habe ich eigentlich jedes Mal Angst, wenn ich wieder eine Vorsorge habe, dass etwas nicht in Ordnung ist. Die drei gesunden Kinder, die ich bereits geboren habe, spielen aus ärztlicher Sicht, so scheint es mir, dabei keine Rolle mehr. Mir wurde beispielsweise nahe gelegt, eine Feindiagnostik in der 13. Woche in der Klinik zu machen – schließlich sei ich ja schon über 35 Jahre.

Ein weiteres Mal hatte meine Frauenärztin arythmische Herztöne im Ultraschall festgestellt, was in dieser Schwangerschaftswoche bei 1/3 aller Babys normal sei, wie ich dann später im Krankenhaus erfuhr. Doch diese Diagnose hat natürlich erstmal Angst bei uns ausgelöst.

Mittlerweile ist ja sogar der Zuckertest obligatorisch, ganz unabhängig davon, ob man Anzeichen einer Schwangerschaftsdiabetes hat und Risikopatientin ist oder eben nicht. Im aktuellen Geburtsvorbereitungskurs einer Freundin wurde nun bei acht von zwölf Frauen eine Schwangerschaftsdiabetes diagnostiziert. Während meiner ersten Schwangerschaft vor zehn Jahren gab es da übrigens nur eine Frau im Kurs. Und meine Freundin erzählte mir, dass es kaum einen Geburtsvorbereitungstermin in ihrem Kurs gebe, in der die Hebamme nicht eine Stunde länger bliebe, um Tränen von verunsicherten Schwangeren zu trocknen und sie zu beruhigen. Bei der einen sei der Kopf des Kindes zu groß, bei der anderen zu klein, die Fruchtwassermenge zu hoch oder zu niedrig.

Leute, was ist hier nur los! Gebt den Schwangeren doch bitte ihr Gefühl für sich zurück!

Ihr lieben Mediziner, fragt ihr eigentlich noch eure schwangeren Patientinnen, wie sie sich fühlen oder haltet ihr allein an euren Rechenwerten fest, die ihr mit euren Ultraschallgeräten messt, um sie dann mit dem statistischen Ideal zu vergleichen!?

Wo ist der gesunde Menschenverstand in der Medizin geblieben? Wo der Mut der Mediziner Vertrauen und Erfahrung an ihre Patientinnen weiterzugeben?

Weit über 90 % aller Kinder werden schließlich gesund geboren. In Holland werden mehr als ein Viertel der Babys zuhause geboren. Doch hier in Deutschland darf man schon nicht mehr im Geburtshaus entbinden, wenn man zwei Tage über seinen errechneten Geburtstermin geht.

Ich persönlich habe es satt, ständig in Becher zu pinkeln, Blut abgenommen zu bekommen, vaginal untersucht zu werden und mich mit Ängsten über Fehlbildungen herumzuplagen, für die es mal offen heraus gesagt, meist zwar eine Diagnose aber keine Behandlungsmöglichkeit gibt. Und wenn die Entscheidung über den Abbruch der Schwangerschaft in den schlimmsten zu erwartenden Fällen eine Verantwortung mit sich bringen würde, bei der ich gar nicht weiß, ob ich diese tragen kann?

Sicher kann ich auch die Angst der Mediziner verstehen, sich rechtlich in jedem Fall abzusichern, und eben möglichst keine Fehler zu machen, die vielleicht über das Leben eines ungeborenen Kindes entscheiden. Das ist eine große Verantwortung! Sicher haben Gynäkologen nach langer Berufserfahrung auch schon einiges erlebt, das nicht so schön war.

Aber auf wen sollen wir schwangeren Frauen denn bitte vertrauen, wenn uns nicht mal der Facharzt ein zuversichtliches Gefühl mitgeben kann?

Und ich nehme es euch langsam nicht mehr ab, dass es hier nur um das Wohlergehen des ungeborenen Kindes geht. Denn, wenn man mal genauer hinsieht, dann liegt hier auch ein riesiger Markt für alle Gynäkologen mit ihren zusätzlichen Igel-Untersuchungen, für die Kliniken mit ihren geplanten Kaiserschnitten und besonders für die Pharmaindustrie mit ihren Diabetes-Test-Stäbchen, und was Schwangeren sonst noch so vorgesetzt wird. Aber die größte Schweinerei ist doch, dass man denen, die noch an einen natürlichen Umgang mit einer Schwangerschaft und Geburt glauben und ihren Schwangeren dieses Gefühl ermöglichen wollen – unseren selbstständigen Beleghebammen nämlich – durch die hohen Haftpflichtversicherungskosten ihre Berufsexistenz nahezu unmöglich macht! Was ist das nur für ein „krankes“ System!

Und manchmal denke ich über unsere Müttergeneration nach, die in den 70ern und 80ern schwanger war und eben noch ganz anders unbeschwert „in freudiger Erwartung“ sein konnte. Die nicht alle vier Wochen mit einer anderen Früherkennungsuntersuchung konfrontiert wurden.

Und Frauen können selbst bestimmt gebären. Das weiß ich, weil ich es selbst erlebt habe! Besonders die Geburt meines dritten Kindes im Geburtshaus war eine wunderschöne Erfahrung, die mir wahnsinnig viel Kraft gegeben hat und mich sehr stolz gemacht hat! Bitte gebt unseren Schwangeren ihr Urvertrauen und Gottvertrauen zurück – und bestärkt sie in ihren Fähigkeiten, die Geburt ihres Kindes meistern zu können. Eine Kaiserschnittrate in Deutschland von 32% muss nicht sein!

Also ihr lieben Mitschwangeren: Freut euch auf eure Kinder! Ihr habt ungeahnte Kräfte in euch! Vertraut euch! Ihr schafft das!

Eure Inga

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Ich würde mich freuen von euren Erfahrungen zu hören.

Meine Wunschliste zur Geburt

Bei mir ist es ja nun bald soweit! Was wünscht man sich eigentlich zur Geburt eines Kindes, wenn man schon zwei oder drei Kinder hat? Diese Frage habe ich mir vor kurzem gestellt und war eigentlich der Meinung, dass ich noch alles hätte, was man so braucht. Aber da hatte ich mich auch noch nicht im Netz umgeschaut. Denn mittlerweile gibt es so viele wunderschöne Produkte für Kinder und Babys. Als ich vor 10,5 Jahren das erste Mal Mama geworden bin, war ich was Babyprodukte angeht, ziemlich unerfahren,  unser Budget als Studentenelternpaar erlaubte auch nicht ganz viele Träume, und mir war nicht bewusst, welche schönen Dinge man so für seine Kleinsten haben kann. Aber mal ehrlich Leute, da hat sich aber doch auch in den letzten Jahren einiges getan, oder? Wenn ich so auf instagram schaue, so gibt es da ganz viele, zum Teil auch noch ganz junge Firmen, die wunderschöne Sachen herstellen und verkaufen.

Einige der Dinge, die ich bisher tatsächlich noch nicht in meinem reichen Babyfundus hatte und die dazugehörenden Firmen, die mir am meisten gefallen, habe ich euch heute mal zusammengestellt. Vielleicht findet ihr hier ja auch den einen oder anderen Geschenketipp für Babys aus eurer Familie oder eurem Freundeskreis oder vielleicht sogar für eure Kleinsten.

Geschenke-zur-Geburt

Die Firma Done-by-Deer habe ich zum ersten Mal in einem Dänemarkurlaub kennengelernt. Diese Firma verkauft ganz süße Baby- und Kinderdinge wie Melamingeschirr, Spielzeuge und Kinderzimmeraufbewahrungsboxen. Am besten gefallen mir aber die schwarze, nostalgische Holzschaukel und die Baby-Bettverkleinerung Cozy Nest.

Die Milestone-Cards sind ein schönes Geschenk zur Geburt für Freunde. In diesem sehr schön illustrierten Set gibt es ganz viele schöne Babymomentekarten, wie z.B. „Heute habe ich zum ersten Mal gelächelt“, mit denen man sein Baby fotografieren kann, und so eben diese eigentlich unvergesslichen, aber doch meistens nicht festgehaltenden Momente, für die Ewigkeit festhalten kann. Sehr schön finde ich auch die passenden Milestone Erinnerungskarten für die Schwangerschaft, für die ich aber leider schon etwas zu spät dran bin.

Eine weitere Firma, die ich über instagram entdeckt habe, ist die spanische Firma Nobodinoz, die aus wunderschönen Stoffen Sitzsäcke, Kindertipis, Kinderteppiche oder eben auch Babyschlafsäcke herstellt. Mal sehen, ich denke, da muss ich nochmal für die Großen einkaufen, wenn es hier an den Feinschliff für unsere derzeitig durchgeführte Kinderzimmer-renovierung geht.

Ein guter Geschenketipp sind auch der Melaminbecher oder der Melaminteller mit den süßen Tiermotiven von Bloomingville. Auch das kleine Nachziehtier mit dem Eichhörnchen finde ich super niedlich und wollte es euch nicht vorenthalten. Auch wenn man es vielleicht sogar besser zur Taufe oder zum ersten Geburtstag schenken könnte.

Und zum Schluss zeige ich euch noch die Spieluhr mit dem Wal von ferm living – eine meiner Lieblingsfirmen. Spieluhren habe ich selbst mit Freunden schon oft zum ersten Baby verschenkt, da man sich diese meist nicht als Erstausstattung anschafft, und es doch schön ist, wenn man eine Spieluhr für sein Baby hat.

Ich hoffe ich konnte euch die eine oder andere Anregung geben!

Eure Inga